Serlachius museot

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+358 (0)3 488 6800 | Gustaf, R. Erik. Serlachiuksen katu 2 | Gösta, Joenniementie 47 | Mänttä

Geöffnet im Sommer 1.6.–31.8. täglich 10–18 Uhr.

Sulje

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Geöffnet
Im Sommer 1.6.–31.8. täglich 10–18 Uhr
Im Winter 1.9.–31.5. Di-So 11–18 Uhr
Geschlossen 6.12., 24.–25.12., 31.12., 25.3. und 30.4.

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Perle des Monats

Ellen Thesleff, Erntearbeiter im Boot II, 1924

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  • Thesleff-Elonkorjaajia_1.jpg

März 2017

Bootfahrt über den Fluss von Tuonela

Der Kontakt des Menschen mit der Natur war ein von den Eckpfeilern in der Kunst von Ellen Thesleff. Es manifestiert sich am besten in den Gemälden sie in ihrem Sommerhaus in Ruovesi gemalt hat. Das Wasserelement und eine Bootsfahrt mit ihren symbolischen Bedeutungen manifestieren sich am eindrucksvollsten beim großen Gemälde Erntearbeiter im Boot II vom Jahre 1924. Das Kunstwerk wurde im Jahr 2016 für die Sammlung der Gösta Serlachius-Kunststiftung erworben.

Die Ausgangspunkte der Kunst der Malerin und Grafikerin Ellen Thesleff (1869–1954) waren der Erde, Wasser, Feuer und Luft. Je weiter sie ihren Künstlerweg ging, desto mehr immateriell ihr Vision wurde und desto höher in Ihre Ideenwelt sie die Hand reichte. Das Realismus der Oeuvre ihrer Jugend wurde als bodenständige Stimmungslyrik beschrieben, aber am Angang des 1900 Jahrhunderts die Farben ihren Gemälden reformierten sich und Thesleff einer interessantesten Pionieren der modernen Kunst in Finnland gemacht hat.

Im Vordergrund das Boot wird von einem Schnitter geschoben, auf dessen Schulter eine Sense als eine kaum nachweisbar Detail ist. Er gehört zu den Leute die aus dem Ernte zurück kommen, aber der Dämmerlicht des Abends und Unklarheit der Umrissen den Zuschauer täuscht; vielleicht sehen wir ein Schnitter, Fährmann der Unterwelt, deren Aufgabe die stille Gestalten auf die andere Seite des Flusses des Totenreichs zu führen ist. Die Todessymbolik im Gemälde wird noch deutlicher, wenn man es mit Holzschnitte mit Bootfahrt- und Schnittermotive aus dem gleichen Ära vergleicht. Im Gemälde ist die Nähe des Todes – im Gegensatz zu den grafischen Arbeiten – nicht beängstigend sondern rätselhaft.

Tarja Talvitie
Leiterin der Sammlungen