Serlachius museot

Kommen Sie ruhig
von weiter her

+358 (0)3 488 6800 | Gustaf, R. Erik. Serlachiuksen katu 2 | Gösta, Joenniementie 47 | Mänttä

Geöffnet im Sommer 1.6.–31.8. täglich 10–18 Uhr.

Sulje

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Geöffnet
Im Sommer 1.6.–31.8. täglich 10–18 Uhr
Im Winter 1.9.–31.5. Di-So 11–18 Uhr
Geschlossen 6.12., 24.–25.12., 31.12., 25.3. und 30.4.

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Geschlossene Grenzen

Die Ausstellung von Riiko Sakkinen untersucht das Europa, das sich abschottet und sich verschanzt.

Museum Gösta 4.2.2017–7.1.2018

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Geschlossene Grenzen

„Wer dazu auffordert, Europas Grenzen zu schließen, ist nicht auf dem Laufenden. Unsere Grenzen sind schon mit dem zerreißenden Concertina-Stacheldraht geschlossen. Verglichen mit den heutigen Grenzzäunen Europas war der Eiserne Vorhang des kalten Krieges bloß ein Kinderspielzeug.“ Die Ausstellung „Geschlossene Grenzen“ von Riiko Sakkinen untersucht ein Europa, das sich abschottet und sich verschanzt.

Die Worte von Riiko Sakkinen basieren auf persönlichen Erlebnissen. Im Jahr 2016 machte er mit Pauli Sivonen, Kurator der Ausstellung und Leiter der Serlachius Museen, eine Rundreise an Europas Außengrenzen: in die zu Spanien gehörenden Städte auf der afrikanischen Seite, ins griechische Archipel, über die Balkanroute und zum Schluss in die abgerissenen Flüchtlingslager in Frankreich.

Der Künstler und der Kurator sahen Flüchtlinge und Migranten, die nach Europa wollten und deren Weg durch meterhohe Zäune und den mit zerreißenden Klingen versehenen Concertina-Stacheldraht gesperrt ist. Sie sahen Flüchtlinge in Verhältnissen, die einem Konzentrationslager ähnelten. Sie sahen Flüchtlinge, die im Grenzgebiet von zwei Ländern, im Niemandsland, feststeckten und in spontan zusammengeschusterten Zeltdörfern lebten.

Riiko Sakkinen ist ein politischer Künstler. Seine Motive stammen oft aus der Unterhaltungs- und Konsumkultur: aus Comics, Verpackungen und Werbung. Die vielschichtigen und provozierenden Werke beinhalten Anspielungen auf Geschichte und gesellschaftliche Missstände: Vorurteile und Rassismus.

In seinen Werken befasst sich Sakkinen mit Problemen, denen Flüchtlinge begegnen, und mit Einstellungen der Einheimischen gegenüber Flüchtlingen und Migranten aus dem Nahen Osten und aus Afrika. Hervorgehoben wird auch ein Unternehmen in Malaga, das mitten in der Wirtschaftskrise im Rekordtempo wächst, indem es mit Messerklingen versehenen Stacheldraht für Grenzzäune herstellt.

Riiko Sakkinen erzählt in der Ausstellung, in was für einem Europa und was für einer Welt er leben möchte.

– Ich hätte gern eine Welt, in der es keine Grenzen gibt und die Menschen ihren Wohnort frei wählen dürfen. Ich hätte gern eine Welt, in der die Menschen das Recht haben umzuziehen, aber vor allem nicht umzuziehen. Ich hätte gern eine Welt, in der niemand sein Zuhause wegen Krieg, Gewalt, Verfolgung oder Armut verlassen muss.

Serlachius Museum Gösta 4.2.2017–7.1.2018